Love & Respect – Jonathan 09/2022

Freiwillige*r des Monats – September 2022:

„Challenge accepted!“- Praktisch Arbeiten ohne Druck!

Für Jonathan ist die Zeit nach seinem guten Abiturabschluss eine Herausforderung. Die Möglichkeiten sind vielfältig, das Festlegen auf einen Berufsweg schwierig. Mit dem Beginn des Bundesfreiwilligendienstes nimmt der Entscheidungsdruck ab. „Einfach mal arbeiten!“, dieser Herausforderung stellt sich der 20jährige im Caritasverband Südniedersachsen vor einem Jahr.

Der Einsatz in der Sozialstation Duderstadt führt ihn zunächst in praktische Büroarbeit: Dateneingabe, Datencheck und Postversand. Der BFDler unterstützt damit das Management hinter den ambulanten Hilfen für mehr als 1000 Pflegebedürftige im Großraum Duderstadt. Die Teamarbeit und die neu entwickelten Arbeitsroutinen machen Jonathan viel Freude.

Ein Umzug innerhalb seiner Einsatzstelle in neue Räumlichkeiten war eine besondere Challenge im Freiwilligendienstjahr. Viele Kartons, Aktenordner und Möbel mussten gepackt und wieder mit System aufgebaut werden. „Durch den Umzug habe ich auch fürs Leben gelernt.“ berichtet der Freiwillige stolz.

Jonathan stoppt seine Zukunftsgrübelei und wird zum Verwaltungs- und Umzugsprofi. Mit seiner gewissenhaften Art und praktischen Hilfe hat er seiner Einsatzstelle, in einer herausfordernden Zeit gut gedient. Die Junge Caritas meint, das verdient Love&Respect.

Love & Respect – Pia 08/2022

Freiwillige*r des Monats – August 2022:

Geheimrezept „Gute Laune“ – Eine FSJlerin setzt auf Ansteckung!

Hannover: Im bunten Stadtteil Linden-Nord befindet sich das Caritas-Spielhaus für 6-13jährige Kinder mit einem „Offene-Tür-Angebot“ nach der Schule. Mittendrin arbeitet die fröhliche Pia.

Vor einem Jahr war ihr Interesse an RealLife-Erfahrungen größer als an einem theoretischen Studium.  Als Tochter einer Grundschullehrerin wollte Pia die eigene Gabe im Umgang mit Kindern entdecken und prüfen. Die Bestätigung ließ nicht lange auf sich warten. Pias positive Art multipliziert sich bei den jungen Besuchern der Einrichtung: „Denn Kinder lassen sich schnell begeistern, weil sie immer im Hier und Jetzt leben.“ resümiert die FSJlerin zufrieden am Ende ihrer Dienstzeit.

Ein Highlight sind die Schwimmausflüge. Da viele der Grundschulkinder noch Nichtschwimmer sind, motiviert die 20-Jährige zu Schwimmtraining und dem Seepferdchen-Abzeichen. Aktivitäten wie Gemüse im Hochbeet pflanzen und gemeinsames Essen gesunder Lebensmittel initiiert die Freiwillige.

Ihre Anleiterin überrascht Pia mit inhaltlichen Ideen in der Dienstbesprechung. Kreativ bereitet sie das Thema „Aufsichtspflicht“ mit Playmobil-Figuren vor. Auch das Betreuungsteam motiviert sie damit, mit Freude und Ernsthaftigkeit ihren Dienst zu tun.

Pia bringt täglich Optimismus und eigene Überzeugungen in die offene Stadteilarbeit ein. Kinder lassen sich anstecken und lernen fürs Leben. Die Junge Caritas meint, das verdient Love&Respect.

Love & Respect – Melisa 07/2022

Freiwillige*r des Monats – Juli 2022:

Mit Kindern über Ukraine-Krieg reden – eine Freiwillige gibt Halt in unsicheren Zeiten

Fachkräfte in der Kinder-Jugendhilfe stehen nach der Fluchtwelle im Jahr 2015 wieder vor einer großen Herausforderung. Der Angriff auf die Ukraine versetzt viele Kinder und Jugendliche in Angst und Sorge, besonders diejenigen mit Fluchterlebnissen.

„Sollte ich den Krieg thematisieren?“ – diese Frage stellt sich auch Melisa (18) in ihrem BFD in der St. Ansgar Kinder- und Jugendhilfe Hildesheim.

Vor Ort arbeitet sie im Freizeitbereich und gestaltet Nachmittagsangebote für die stationär aufgenommenen Schützlinge. Nähen, internationales Kochen oder „Tanzalarm“ sind nur einige Aktivitäten, die Melisa inzwischen auch in Eigenregie anbietet. Die guten Erfahrungen des Selbstwirkens und das Vertrauen des Praxisanleiters machen ihr Mut, ein Sonderprojekt zum Ukraine-Krieg zu starten

Die BFDlerin nutzt eine Weltkarte und Malvorlagen, um gemeinsam mit den Kindern andere Länder und weltweite Krisengebiete zu betrachten. Die Kinder öffnen sich, erzählen von ihrer Herkunft und stellen Fragen. Aus Betroffenheit über die Not werden Gebete, unabhängig von der Religion. Der friedliche Umgang miteinander in der Einrichtung wird den Kindern wichtig, besonders wenn neue Kinder aus der Ukraine kommen.

Melisa hat den Mut, ein belastendes Thema kindgerecht in ihre pädagogische Arbeit einzubeziehen. Kinder finden dadurch einen Kanal und Ort des gemeinsamen Verarbeitens. Die Junge Caritas meint, das verdient Love&Respect.